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Historisches
Geschichte des Studentenwerks Gießen
Studentenwerke haben in Deutschland eine lange Tradition. Die ersten von ihnen entstanden in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg als studentische Selbsthilfeeinrichtungen, die durch die Bereitstellung von warmen Mahlzeiten und Wohnraum die wirtschaftliche Not der Studierenden milderten.
So auch in Gießen, wo 1919 die erste Gründung und Eröffnung eines "Soldaten- und Studentenheimes" erfolgte.
1921
Gründung der "Gießener Studentenhilfe e.V." am 19. Juli.
1927
Die Stadt Gießen stellt für den Bau eines Studentenhauses einen Bauplatz im Werte von 50.642 RM unentgeltlich zur Verfügung.
1929
Baubeginn des heutigen Otto-Eger-Heimes (Grundsteinlegung am 2.6.1929) nach dem Muster des Studentenhauses Karlsruhe.
1930
Übergabe und Inbetriebnahme des heutigen Otto-Eger-Heimes - unter der Bezeichnung "Hindenburg-Haus" - im Oktober an die Gießener Studentenschaft.
1933
Umbenennung der "Gießener Studentenhilfe e.V." in "Studentenwerk Gießen e.V.".
1938
Auflösung des Vereins "Studentenwerk Gießen e.V." durch das "Gesetz über das Reichsstudentenwerk" vom 6. Juli 1938.
Übertragung des "Hindenburg-Hauses" auf das Reichsstudentenwerk.
1945
Das Reichsstudentenwerk bittet am 16. August 1945 den Rektor der Universität Gießen, die Arbeit seiner Dienststelle in Gießen mit zu übernehmen. Dieser überträgt die Betreuung an Prof. Eger.
1948
Wiedererrichtung des Vereins "Giessener Studentenhilfe e.V.".
1948/49
Wiederaufbau des durch Bombenschäden beschädigten Studentenhauses in Selbsthilfe.
1951
Renovierung und Erweiterung des Studentenhauses durch eine Mensa, mehrere Versammlungsräume und ein Studentenwohnheim mit 32 Zimmern für 76 Studenten.
1957
Einführung einer allgemeinen Studienförderung nach dem Honnefer Modell.
1960
Nutzung zweier einstöckiger Holzbaracken auf dem Geländer der Fachschaft Recht- und Wirtschaftswissenschaften als Studentenwohnheim.
1960/61
Bau des Studentenwohnheims Landgraf-Ludwig-Haus mit 102 Wohnheimplätzen in der Friedrichstraße in Gießen.
1962
Das Gesetz über die Studentenwerke bei den wissenschaftlichen Hochschulen des Landes Hessen tritt am 21. März 1962 in Kraft.
Am 1. April 1962 wird das Studentenwerk Gießen als Anstalt des öffentlichen Rechts errichtet und übernimmt alle Rechte und Pflichten der Gießener Studentenhilfe e.V.
1967
Inbetriebnahme der Cafeteria im Philosophikum II.
1967-71
Bau des Studentenwohnheims Eichendorffring mit insgesamt 749 Wohnheimplätzen sowie des Clubhauses, dem späteren
"study affairs" und heutigem "Lokal International".
1971
Inbetriebnahme der Cafeteria Rechts- und Wirtschaftswissenschaften - heute Café JuWi.
1971
Das Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG), das die Allgemeine Studienförderung nach dem Honnefer und Rhöndorfer Modell ablöst, tritt am 1. Oktober 1971 in Kraft und wird in Hessen durch die Studentenwerke durchgeführt.
Mit Inkrafttreten des BAföG erhält das Studentenwerk Gießen die Zuständigkeit für die Fachhochschulen Gießen-Friedberg und Fulda.
1974 - 1976
Bau des Studentenwohnheims Unterhof mit 732 Wohnheimplätzen.
1975
Bau des Studentenwohnheims Grünberger Straße 190 mit 318 Wohnheimplätzen.
1975
Inbetriebnahme der Mensa Otto-Behaghel-Straße (.Neue Mensa.) und der Cafeteria Bierschwemme - heute Mensa Pic.
Umzug der Verwaltung des Studentenwerks vom Otto-Eger-Heim in die Otto-Behaghel-Straße.
1976
Inbetriebnahme der Mensa Fachhochschule Fulda.
1978
Inbetriebnahme der Cafeteria Fachhochschule Gießen.
1979
Sanierung des Studentenwohnheims Otto-Eger-Heim.
1980
Inbetriebnahme der Cafeteria Rechenzentrum.
1980/81
Bau des Studentenwohnheims Friedberg.
1981
Inbetriebnahme der Cafeteria Philosophikum I.
1985
Bau des Studentenwohnheims Grünberger Straße 196/198 mit 111 Wohnheimplätzen.
1986
Inbetriebnahme der Mensa Friedberg der Fachhochschule Gießen-Friedberg.
1986
Überlassung und Renovierung des Studentenwohnheims Ludwigstraße 12 durch die Justus-Liebig-Universität Gießen.
1986
Bau des Studentenwohnheims in der Wiesenmühlenstraße in Fulda mit 118 Wohnheimplätzen.
1989
Inbetriebnahme der Mensa Gießen der Fachhochschule Gießen-Friedberg.
1991/92
Überlassung und Sanierung des Studentenwohnheims Gaffkystraße 9 durch die Justus-Liebig-Universität.
1993
Kauf und Sanierung des Studentenwohnheims Leihgesterner Weg 140 in Gießen - ehemalige "Standortverwaltung".
1995
Der langjährige Geschäftsführer Joachim Roth (1974 - 1995) geht in den Ruhestand.
Sein Nachfolger wird Ralf Stobbe.
1998
Einrichtung einer Allgemeinen Sozialberatung in Gießen.
2000
Die allgemeine Sozialberatung wird eine Abteilung des Studentenwerks
2002
Inbetriebnahme einer Automatencafeteria im neu errichteten Interdisziplinären Forschungszentrum (IFZ) der Justus-Liebig-Universität in Gießen.
2003
Wiedereröffnung der sanierten Cafeteria Philosophikum II unter dem Namen "Café am Kunstweg".
2006
Eröffnung des neuen Servicebüros am Standort Fulda in der Daimler-Benz-Straße 5a mit BAföG und Sozialberatung.
2006
Inkrafttreten des neuen hessischen Studentenwerksgesetzes am 26. Juni 2006.
2006
Inbetriebnahme der Cafeteria "CafePlus" in Wetzlar am Standort der Fachhochschule Gießen-Friedberg für duale Studiengänge.
2006
Sanierung der Mensa in Friedberg und Eröffnung eines BAföG-Servicebüros im Foyer der Mensa.
2006 - 2007
Sanierung des S-Hauses im Studentenwohnheim Eichendorffring mit 245 Wohnheimplätzen.
2007
Ausbau der Abteilung Soziale Dienste und Umbenennung in "Beratung & Service".
2007
Eröffnung der cUBar in der Universitätsbibliothek in Gießen im April 2007 nach nur sechswöchiger Umbauzeit.
2008
Kauf eines Wohnheimes im Leihgesterner Weg 124 - 134 mit 240 Wohnheimplätzen.
[Übersicht]
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