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Home / Studentisches Wohnen / Wohnen für Mithilfe / Schritt 2.3: Grundlegende Informationen für VermieterInnen

2.3. Informationen für Vermieter/ -innen

Wohnen für Mithilfe

Sie haben ein freies Zimmer oder Apartment anzubieten und erwägen, eine Studentin oder einen Studenten bei sich aufzunehmen? Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen speziell für Vermieter/ -innen. Vor Beginn Ihrer ersten Wohnpartnerschaft kommt ein wenig Arbeit auf Sie zu - keine Sorge - der Aufwand ist überschaubar. Zunächst möchten wir Ihnen einige Ratschläge zur Verfügung stellen, die die organisatorische Seite von Wohnpartnerschaften betreffen:

  1. Schließen Sie einen Mietvertrag: Welche Vereinbarungen Sie darin mit den studierenden Mietern/ -innen treffen, bleibt grundsätzlich Ihnen selbst überlassen. Der Mietvertrag ist die Basis des Zusammenlebens. Ein entsprechendes Muster finden Sie im Downloadbereich (rechts auf dieser Webseite). Auch wenn das Studentenwerk Ihnen mit dieser Webseite eine Plattform für ein gegenseitiges Kennenlernen bietet: Wie in Mietverhältnissen üblich, sind die Vertragspartner des Mietverhältnisses Vermieter/ -in und Mieter/ -in. Eine Wohnpartnerschaft besteht also zwischen Ihnen und Ihrem/ -er Wohnpartner/ -in.

  2. Höhe der Miete: Legen Sie die Höhe der Miete und den Umfang der Hilfeleistungen sinnvoll fest: Wie hoch Sie die Miete veranschlagen, ist Ihnen überlassen. Mehrere Faktoren sollten Sie in Bezug auf die Höhe der Miete bedenken: Wie umfangreich sind die Hilfeleistungen, die Sie sich wünschen? Wo liegt die Wohnung? Welche Geräte und Räumlichkeiten dürfen Studierende mitbenutzen? Orientieren können Sie sich an folgendem Richtwert: Eine Stunde Hilfe pro Monat für einen Quadratmeter Wohnraum - bezogen auf das vermietete Zimmer. Die Miete kann demnach reduziert sein (dies ist der häufigste Fall) oder komplett entfallen.

  3. Nebenkostenpauschale: Zusätzlich empfehlen wir Ihnen nachdrücklich, in jedem Fall eine Nebenkostenpauschale für Strom, Wasser und Heizung zu vereinbaren. Damit sichern sich beide Wohnpartner/ -innen gegen unschöne Überraschungen ab. Sie können berechnen, was Sie bisher an Nebenkosten bezahlen und dann anteilig einen Wert für das genutzte Zimmer ansetzen.

  4. Wie finden Sie geeignete Wohnpartner/ -innen? Üblicherweise gibt es weit mehr Studierende, die an Wohnen für Mithilfe teilnehmen möchten, als Vermieter/ -innen, die Wohnraum anbieten. Daher werden sich auf Ihr Angebot wahrscheinlich mehrere Studierende bei Ihnen melden. Unser Tipp: lassen Sie sich ein paar Tage Zeit und sprechen Sie mit jedem/ -er Bewerber/ -in Ihre Vorstellungen genau (!) ab. Im Anhang des Musters für einen Mietvertrag werden einige Themen angeschnitten, die Sie vorab klären sollten. Daraufhin sollten Sie beurteilen, welche/ -r Bewerber/ -in am besten zu Ihnen passt.

  5. Arten von Hilfeleistungen: Normalerweise bewegen sich die Tätigkeiten von Mietern im Bereich der Haushaltshilfe, Gartenarbeit, Gesellschaft, Begleitung oder Hilfe beim Einkaufen. Was Sie nicht erwarten sollten, sind Facharbeiten, denn dafür sind die meisten Studierenden schlicht und ergreifend nicht ausgebildet. Darunter fallen etwa pflegerische Tätigkeiten oder Sanierungsarbeiten am Haus. Es ist möglich, dass Sie Studierende finden, die bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sonstige Qualifikation vorweisen können - von vorne herein damit rechnen sollten Sie jedoch nicht.

  6. Dauer einer Wohnpartnerschaft: Die Dauer von Wohnpartnerschaften fällt völlig unterschiedlich aus. Wohnen für Mithilfe will weder "Übergangszimmer" am Anfang eines Studiums vermitteln, noch eine Art "Saisonkraft für den Haushalt". Wenn Sie einen Mietvertrag schließen, gelten die üblichen gesetzlichen Kündigungsfristen für möblierte oder unmöblierte Zimmer. Klären Sie beim Kennenlernen ab, wie lange ein/ -e Kandidat / -in in einer Wohnpartnerschaft leben möchte bzw. wie lange Sie vorhaben, zu vermieten.

  7. Haftpflichtrisiko: Am besten ist es, wenn das Haftpflichtrisiko Ihres/ -r Mieters/ -in gut abgesichert ist. Informationen erhalten Sie bei Anbietern von Haftpflichtversicherungen.

  8. Studienbescheinigung: Wenn Sie sicher gehen möchten, dass sich nur Studierende aus Gießen bei Ihnen bewerben, lassen Sie sich beim Treffen eine Studienbescheinigung oder den Studienausweis zeigen.

  9. Fair Play: Bedenken Sie bei Beginn einer Wohnpartnerschaft, dass Kompromissbereitschaft in Ihrem eigenen Interesse liegt. Jemand, der glücklich bei Ihnen wohnt, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit freiwillig und gerne für Sie engagieren! Wenn Sie also etwas weniger erwarten, bekommen Sie am Ende vielleicht mehr.

  10. Internationale Studierende: Die Erfahrung zeigt, dass gerade auch internationale Studierende Interesse an Wohnen für Mithilfe haben. Hier bietet sich Vermietern/ -innen eine einzigartige Chance, in den eigenen vier Wänden eine neue Kultur zu erfahren. Falls Sie beispielsweise eine neue Sprache lernen möchten, finden Sie vielleicht Profis für zu Hause. Interesse? Sie können beim Erstellen eines Angebots solche Wünsche formulieren.

Wie Sie sehen: Am Anfang einer Wohnpartnerschaft gibt es ein paar Dinge zu beachten. Lassen Sie sich nicht abschrecken, denn Wohnen für Mithilfe bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Die folgenden Seiten stellen einige dieser Vorteile dar. Darüber hinaus geben wie Ihnen weitere Ratschläge auf Ihren Weg zur Wohnpartnerschaft mit.

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