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25.10.2016

Otto-Eger-Heim wird Mildred-Harnack-Fish-Haus

Umbenennung von Mensa und Wohnheim abgeschlossen

Das Studentenwerk Gießen hat heute die Umbenennung der Mensa und des Wohnheimes im Leihgesterner Weg in Mildred-Harnack-Fish-Haus für jeden sichtbar gemacht. Im Inneren des Gebäudes weist eine Informationstafel nun auf die neue Namensgeberin hin und geht auf die Gründe für die Umbenennung des ehemaligen Otto-Eger-Heims ein. Außen trägt das Gebäude nun einen Schriftzug seiner neuen Namensgeberin. Im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden, der Universität und der Stadt hat das Studentenwerk Gießen heute den neuen Gebäudeschriftzug und die Informationstafel vorgestellt.

Im Dezember 2015 hatte der Verwaltungsrat des Studentenwerks Gießen aufgrund des Ergebnisses eines Namenswettbewerbs einstimmig beschlossen, das ehemalige Otto-Eger-Heim in Mildred-Harnack-Fish-Haus umzubenennen. Mildred Harnack-Fish, geboren 1902 in Milwaukee (USA), ist eine Absolventin der Universität Gießen. Sie begann ihr Studium an der Universität Wisconsin. Nach ihrer Heirat zog sie mit ihrem Ehemann Arvid Harnack 1929 nach Berlin und setzte ihr Studium in Deutschland fort. 1941 promovierte sie in Gießen mit einer Arbeit über die amerikanische Gegenwartsliteratur. Mit ihrem Ehemann gehörte sie dem Widerstandsnetz „Rote Kapelle“ an. 1942 wurden beide verhaftet. Mildred Harnack-Fish wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, nach Eingreifen Hitlers wurde die Haftstrafe in ein Todesurteil umgewandelt. Im Februar 1943 wurde sie in Berlin hingerichtet.

Die Vorsitzende des Verwaltungsrats des Studentenwerks Gießen, Kanzlerin der Justus-Liebig-Universität Gießen Susanne Kraus, erklärte:
„Mit Mildred Harnack-Fish trägt das Haus nun einen Namen mit Symbolkraft. Ihr mutiges Eintreten für freiheitlich-demokratische Werte in einem Terrorregime von Schrecken und Gewalt ist vorbildlich, gerade in einer Zeit, in der zunehmende Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremistische Übergriffe ein Engagement für eine offene demokratische Gesellschaft notwendiger denn je machen.“

Das Gebäude im Leihgesterner Weg hieß seit 1949 auf studentische Initiative „Otto-Eger-Heim“. Der Jurist Otto Eger hatte sich für die sozialen Belange der Gießener Studentenschaft nachhaltig engagiert und so auch maßgeblichen Anteil an der Errichtung dieses Gebäudes 1929/30, des ersten Gießener Studentenhauses. Ein im Jahr 2014 veröffentlichtes Dokument führte zu einer Neubewertung des Verhaltens Otto Egers während der Zeit des Nationalsozialismus.

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