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12.04.2018

Junger Geist in alten Mauern

Staatsminister Rhein nimmt Spatenstich für Wohnheim des Studentenwerks in Friedberg vor - auf dem Burggelände entstehen 64 Plätze für THM-Studierende

Das Studentenwerk Gießen hat am Donnerstag in Anwesenheit von Wissenschaftsminister Boris Rhein im Rahmen der hessischen Zukunftswochen „Bildung, Wissenschaft und Forschung“ einen symbolischen Spatenstich für den Neubau des Studentenwohnheims „In der Burg“ vorgenommen. Auf dem historischen Burggelände in Friedberg entstehen in den kommenden Monaten durch den bereits angelaufenen Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen „Feldwebelbaus“ und den Neubau auf der benachbarten „Ritterwiese“ insgesamt 64 Wohnheimplätze für Studierende der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Die Einzelapartments sind zwischen 13 und 23 Quadratmetern groß, verfügen über eine Kochnische und ein eigenes Bad und werden voll möbliert vermietet. Die Warmmiete inkl. Internet-Anschluss wird je nach Apartmentgröße zwischen 275 und 350 Euro betragen. Die Kosten für die beiden Baumaßnahmen liegen bei insgesamt 4,9 Millionen Euro.

Ralf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks Gießen, dankte Staatsminister Rhein explizit für die Unterstützung bei diesem Bauvorhaben, das durch die Übertragung der Liegenschaft „In der Burg 15“ im Erbbaurecht durch das Ministerium überhaupt erst möglich geworden war. Stobbe erläuterte unter Bezugnahme auf die Kampagne „Kopf braucht Dach“ des Verbandes Deutsches Studentenwerk, dass gemeinnützige Einrichtungen in öffentlicher Hand auf die Unterstützung anderer Institutionen angewiesen seien, um ihren gesetzlichen Auftrag gut erfüllen zu können. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Studienplätze in Deutschland zwar um 42% auf 2,8 Millionen gestiegen, die Zahl der Wohnheimplätze aber nur um 5% auf 191.000. Den gestiegenen Bedarf an bezahlbarem, campusnahem Wohnraum müsse man mit vereinten Kräften decken, um Studierenden nicht nur buchstäblich ein Dach über dem Kopf bieten zu können, sondern ihnen in Wohnheimen vielmehr auch „soziale Ankerpunkte“ in ihrem Studentenleben zu bieten, wo sie sich mit Kommilitonen unterschiedlichster sozialer, kultureller und geografischer Herkunft treffen könnten.

Minister Rhein hob in seinem Grußwort hervor, dass sich das Land Hessen der Verantwortung bewusst sei, für ausreichend bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu sorgen und sich dieser gerne stelle: „Wir als Hessische Landesregierung fördern studentisches Wohnen mit günstigen Darlehen, Zuschüssen und, wie in diesem Fall, durch die unentgeltliche Überlassung der Grundstücke.“ Das Landesförderprogramm „Studentisches Wohnen“ beinhaltet insgesamt 15 Millionen Euro Zuschussmittel sowie 75 Millionen Euro in Form von zinsgünstigen Darlehen. Dass Studentenwerke so in der Lage seien, Studierenden auch in außergewöhnlich schöner Lage so wie nun in Friedberg Wohnraum zu bieten, lobte Rhein in seiner „kleinen Reise durch die Geschichte der Burganlage“ ganz besonders.
Die THM, für deren Studierende die Wohnanlage gebaut wird, ist inzwischen die drittgrößte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Deutschland, auch viele internationale Studierende sind dort immatrikuliert. Vizepräsident Prof. Olaf Berger dankte dem Studentenwerk daher in seinem Grußwort dafür, mit dem Wohnheim auch eine Begegnungsstätte für Studierende zu schaffen: „Seit Jahren prägt Wachstum den THM-Standort in der Wetterau. Die Gesamtzahl der Studierenden ist dort auf fast 6000 gestiegen, die Hochschule expandiert baulich, um zusätzlichen Raum für Lehre und angewandte Forschung zu schaffen. Deshalb begrüßen wir die Initiative des Studentenwerks Gießen, in Friedberg das Angebot moderner Wohnheimplätze für Studentinnen und Studenten deutlich zu vergrößern. Auch unser dortiger Campus ist international. Es gehört zu den Leitzielen der THM, dass junge Leute aus Deutschland, anderen europäischen und außereuropäischen Ländern gemeinsam studieren. Das neue Wohnheim wird folglich auch ein Ort der internationalen Begegnung und Zentrum einer Verständigung sein, die in die Region hineinwirkt, aber weit über Kreis- oder Landesgrenzen hinausreicht.“
Auch Stephanie Becker-Bösch, Sozialdezernentin und Kreisbeigeordnete des Wetteraukreises sprach in ihrem Grußwort über die Perspektiven, die durch die neue Studentenwohnanlage eröffnet werden: „Mit dem Umbau des alten Feldwebelbaus und einem attraktiven Neubau werden hier auf historischem Boden wichtige Apartments für Studenten geschaffen. Ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung der Kreisstadt Friedberg hin zur Bildungsstadt. Dies steigert die Attraktivität der Technischen Hochschule Mittelhessen in Friedberg und bietet auch der Stadt selbst Weiterentwicklungsmöglichkeit, da die Studentinnen und Studenten das Bild der Innenstadt mit verändern und zukunftsfähig gestalten werden".
Die Verwaltungsratsvorsitzende des Studentenwerks und Kanzlerin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) Susanne Kraus betonte in ihrem Grußwort die Wichtigkeit des Studentischen Wohnens insgesamt, das eine „starke Säule im Portfolio des Studentenwerks“ darstelle und in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll. Anvisiert ist eine Unterbringungsquote in Wohnheimen von 10% gemessen an der Studierendenzahl. Im vergangenen Wintersemester fanden im Schnitt 5,9 % der Studierenden von JLU, THM und der Hochschule Fulda einen Wohnheimplatz beim Studentenwerk. Die Hochschulen seien in den vergangenen Jahren enorm gewachsen, da sei es für das Studentenwerk wichtig, mitzuwachsen: „An allen großen Hochschulstandorten sind schon ‚Spaten in der Erde‘, weitere Projekte in Planung“, so Kraus.
Architekt Thomas Oesterle aus Marburg sprach vom „jungen Geist in alten Mauern“, der demnächst auf dem Burggelände einziehen werde. Die neue Studentenwohnanlage sei eine ideale Ergänzung zum Burggymnasium, das ebenfalls auf dem Gelände beheimatet ist. Oesterle besitzt umfassende Erfahrungen im Bereich Denkmalschutz und hat für das Studentenwerk zusammen mit der Denkmalschutzbehörde Pläne erarbeitet, wie der ehemalige Feldwebelbau denkmalgerecht restauriert werden und benachbart ein Gebäude entstehen kann, das sich gut in das Gesamtbild der Burganlage integriert.
Der Einladung des Studentenwerks gefolgt waren auch zahlreiche Anrainer des Burggeländes, um sich über die Baumaßnahmen zu informieren.

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Gute Laune bei bestem Wetter: Ralf Stobbe, Boris Rhein, Stephanie Becker-Bösch, Thomas Oesterle, Susanne Kraus und Prof. Olaf Berger (v.l.) vollziehen den symbolischen Spatenstich für das neue Studentenwohnheim In der Burg.
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