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21.04.2009

Wer studiert und wie leben Studierende heute

Neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks startet

Wie finanzieren die rund zwei Millionen Studierenden in Deutschland ihr Studium? Wie viel jobben sie nebenbei, wie bezahlen sie ihre Studiengebühren? Aus welchen sozialen Schichten kommen die Studentinnen und Studenten? Welchen Zeitaufwand müssen Bachelor-Studierende betreiben? Auf diese Fragen will eine neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) Antworten liefern. Im April 2009 werden 75.000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Studierende gebeten, anonym an der Befragung teilzunehmen.

Auch viele Gießener, Friedberger und Fuldaer Studierende werden zu diesem Zweck angeschrieben. "Wir hoffen, dass möglichst viele den Fragebogen ausfüllen, in ihrem eigenen Interesse", betont Ralf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks Gießen, welches an allen drei Hochschulstandorten Serviceleistungen rund ums Studium für die Studierenden bietet. "Unsere Aufgabe besteht vor allem in der wirtschaftlichen und sozialen Förderung der Studierenden. Wir bieten Studienfinanzierungsberatung, preisgünstigen Wohnraum für Studierende, bieten eine Rundum-Verpflegung vom Frühstück bis zum Abendessen und stehen beratend und unterstützend zur Seite, wenn Studierende Rat und Hilfe suchen."

Das Deutsche Studentenwerk will mit der Sozialerhebung Politik und Öffentlichkeit mit konkreten Daten und Fakten über die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden informieren. "Wir setzen uns, gestützt auf die Daten der Sozialerhebung, für die sozialen Interessen der Studierenden ein", betont DSW-Präsident-Prof. Dr. Rolf Dobischat. "Wir können mit der Sozialerhebung die Öffentlichkeit und die Politik präzise über die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden informieren."

Bachelor-Studierende im Fokus

Die Ergebnisse der großangelegten Studierenden-Befragung, die alle drei Jahre durchgeführt wird, sollen im Frühjahr 2010 vorgestellt werden. Grosses Interesse werden sicher die Themen Studiengebühren und Bachelor hervorrufen: Wie sehr belasten die Studiengebühren, die derzeit sechs Bundesländer erheben, den studentischen Geldbeutel? Wie finanzieren die Studierenden die Gebühren? Im Jahr 2006, als die vergangene Befragung durchgeführt wurde, waren erst 11% der Studierenden in den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen eingeschrieben. Diesmal werden es sicher bedeutend mehr sein, und umso mehr Aufschluss erhofft man sich von der 19. Sozialerhebung gerade über die Situation von Bachelor-Studierenden: Wie sieht ihr Zeitbudget aus, lässt das straffe Studium wirklich kaum mehr zeitlichen Spielraum für Nebenjob oder Ehrenamt? Die Situation der Bachelor-Studierenden soll in einer gesonderten Auswertung Ende 2010 dargestellt werden.

Einzigartige Langzeituntersuchung

Die Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks haben eine lange Tradition. Seit 1951 legt das Deutsche Studentenwerk diese empirische Untersuchung vor; sie ist eine einzigartige Langzeituntersuchung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden. Sie liefert Daten, die in keiner amtlichen Statistik auftauchen und gilt als einer der wichtigsten offiziellen Bildungsberichte überhaupt. Entsprechend stark interessieren sich die Politik in Bund und Ländern, die Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen für die Sozialerhebung. Aber auch die Studierenden selbst, ihre Eltern, natürlich die Studentenwerke und nicht zuletzt die Medien greifen auf die Sozialerhebung zurück.

Zu wenig soziale Durchlässigkeit

In den jüngsten Auflagen der Sozialerhebung konnte nachgewiesen werden, wie sozial selektiv das deutsche Hochschulsystem ist. Für Deutschland gilt leider immer noch: Ob jemand studiert oder nicht, hängt ganz entscheidend von der sozialen Herkunft ab. Die 18. Sozialerhebung wies nach: Von 100 Akademiker-Kindern studieren 83, von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition sind es aber nur 23. "Ob die gegenwärtigen Hochschulreformen an der bisherigen Verteilung von Bildungschancen etwas ändern werden, das ergibt sich aus der Sozialerhebung. Deshalb bitte ich die Studierenden, sich zu beteiligen", so DSW-Präsident Rolf Dobischat.

Durchgeführt wird die Untersuchung vom Hochschul-Informations-System (HIS), finanziert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, das die Daten für auch für seine eigene Bildungsberichterstattung nutzt.

Die 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks...

" ist eine der größten repräsentativen Studierenden-Befragungen in Deutschland und Europa

" zeichnet ein realistisches Bild der sozialen und wirtschaftlichen Lage der zwei Millionen Studierenden in Deutschland

" ist eine einzigartige Langzeituntersuchung und reicht bis 1951 zurück

" erlaubt Vergleiche über längere Zeiträume, zum Beispiel zur Bildungsbeteiligung oder sozialen Zusammensetzung der Studierenden

" ist das wichtigste Instrument für die Politikberatung des Deutschen Studentenwerks, das sozialpolitische Interessen der Studierenden vertritt

" wird 2010 um zwei Sonderberichte ergänzt: zur Studiensituation von Bachelor-Studierenden und zur Lage ausländischer Studierender in Deutschland

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

www.sozialerhebung.de

www.studentenwerke.de

www.bmbf.de

www.his.de

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