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03.11.2011

In der Mensa Otto-Eger-Heim kann ab 7. November wieder gut und günstig gespeist werden

Wiedereröffnung nach Sanierung

Dringend notwendige Sanierungsarbeiten im Küchenbereich und eine Umstellung der Energieversorgung waren der Grund, weshalb die Mensa im Otto-Eger-Heim seit Ende Mai geschlossen bleiben musste. Nun öffnet die traditionsreiche Verpflegungseinrichtung am Montag, 7. November wieder ihre Türen um Studierende mit ausgewogenem, gesunden Essen zu versorgen.

Eine komplett neue Küche, ein Geschirrrückgabe- und –spülsystem der jüngsten Generation und die Umstellung auf ein zukunftgerichtetes Heizsystem sind die Herzstücke dieser ersten von insgesamt zwei Bauphasen, die nun abgeschlossen werden. Voraussichtlich im kommenden Jahr schließen sich Arbeiten im Foyer, den Speisesälen und im Außenbereich der Mensa an.

Leider ließen sich derart umfangreiche Baumaßnahmen nicht in der üblichen Schließungsphase während der Semesterferien umsetzen. „Wir hoffen, dass unsere Gäste Verständnis für diese notwendigen Bauaktivitäten und die daraus resultierende Schließung haben.“, so Ralf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks Gießen. „Letztendlich geht es darum, die historische Einrichtung für viele weitere Generationen von Studierenden attraktiv zu machen, Abläufe in der Speisenproduktion und –ausgabe sowie im Bereich der Geschirrrückgabe und –spülung schneller werden zu lassen und mittels des neuen Heizkonzeptes einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zu gehen.“

Da noch nicht alle Arbeiten komplett abgeschlossen sind, wird die Mensa zunächst mit einem eingeschränkten Angebot bezüglich der Speisenauswahl aufwarten müssen. „Wir werden Sie mittels Aushängen und am Präsentationstisch im Foyer der Mensa über das tagesaktuelle Angebot informieren“, erläutert Gunnar Meister, Leiter der studentenwerkseigenen Mensen.

Das aus den Jahren 1929/30 stammende Gebäude im Leihgesterner Weg ist denkmalgeschützt. Deshalb gestalteten sich die Sanierungsmaßnahmen deutlich aufwendiger als dies bei einem Gebäude jüngeren Baujahres der Fall wäre. So musste beispielsweise die Decke zwischen Erdgeschoss und erstem Stock, dort wo sich die Küche befindet, komplett statisch ertüchtigt werden.

Zusätzlich zu den Sanierungsmaßnahmen im Küchenbereich der Mensa stellte das Studentenwerk Gießen die Energieversorgung für den kompletten Standort um. Auf dem Gelände wurde ein Blockheizkraftwerk errichtet. Dieses wird zukünftig die Mensa Otto-Eger-Heim, das im selben Gebäude befindliche Studentenwohnheim und das gegenüber gelegene Landgraf-Ludwig-Haus, welches ebenfalls ein Wohnheim des Studentenwerks beherbergt, mit Strom und Wärme versorgen.
Martin Hormel, Abteilungsleiter Facility Management des Studentenwerks erläutert: „Der Motor des Blockheizkraftwerkes wird mit Gas betrieben. Hinter dem Motor hängt ein Generator, der Strom erzeugt. Mit diesem Strom versorgen wir unsere Einrichtungen. Die Abwärme, welche durch die Stromerzeugung im Motorblock anfällt, wird über einen Wärmetauscher zur Heizwassererwärmung verwendet und fließt somit in unser neues Heizungskonzept ein.“

Zu diesem neuen Heizungskonzept gehört auch die Nutzung von Abwärme, die im Küchenbereich entsteht. So wird die Wärme, die beispielsweise durch den Betrieb eines Kühlraumes entsteht oder die durch das Kochen erwärmte Luft, nicht einfach nach außen abgeleitet, sondern über spezielle Abluftsysteme ebenfalls dem neuen Heizsystem zugeführt. „Wir steigen also von Fernwärme zu Nahwärme um und schaffen uns unsere eigenen Energiekreisläufe“, ergänzt Hormel.

Über das komplette Speisenangebot in den Mensen und Cafeterien des Studentenwerks Gießen können Sie sich auf dieser Website unter dem Quicklink "Speisepläne" rechts oben auf der Startseite informieren.

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