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14.01.2014

Soziale Herkunft entscheidet noch immer über den Bildungsweg - Ergebnisse der 20. Sozialerhebung für den Bereich des Studentenwerks Gießen liegen vor

Alle Ergebnisse finden Sie auf dieser Website im Bereich 'Das Studentenwerk/Sozialerhebungen'

Sie ist die größte und traditionsreichste Studierendenbefragung in Deutschland: Die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) zeichnet ein genaues Bild der wirtschaftlichen und sozialen Lage der rund 2,5 Millionen Studierenden in Deutschland. Mehr als 15.000 Studierende von 227 Hochschulen beteiligten sich im Sommer 2012 an der Befragung. Finanziert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), wissenschaftlich durchgeführt vom HIS-Institut für Hochschulforschung.

Wer studiert in Deutschland, wer nicht? Wie finanzieren die Studierenden ihr Studium? Wie viel Zeit wenden sie auf für Studium und Nebenjob? Wie ist die Situation von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Krankheit? Wie viele Studierende mit Kind gibt es? Wie viele Studierende haben einen Migrationshintergrund. Auf diese Fragen gibt die 20. Sozialerhebung Auskunft.

Neben einer bundesweiten Auswertung hat das Studentenwerk Gießen zusätzlich auswerten lassen, wie es den Studierenden im eigenen Zuständigkeitsbereich geht. Als Servicedienstleister ist das Studentenwerk Gießen zuständig für den akademischen Nachwuchs an den Hochschulen in Gießen, Friedberg, Fulda und Wetzlar. Bei der Auswertung wurden die Zahlen für den Bereich des Studentenwerks Gießen verglichen mit den auf Hessen sowie auf das gesamte Bundesgebiet bezogenen Werten. Zudem wurden die aktuellen Zahlen verglichen mit denen der Erhebungen aus den Jahren 2009 und 2006.

Die 20. Sozialerhebung zeigt deutlich: In Deutschland entscheidet noch immer die soziale Herkunft über Bildungsweg. Eine deutsche Bildungsbiografie besteht aus einer Mehrfachselektion, in deren Ergebnis die Chancen der Kinder von Akademikern und der von Nicht-Akademikern auseinanderdriften. Das zeigt der ‚Bildungstrichter‘: Von 100 Akademiker-Kindern studieren 77; von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund schaffen nur 23 den Sprung an eine Hochschule. Diese soziale Selektivität beim Hochschulzugang hält seit Jahrzehnten an.

Bezogen auf Gießen ist festzustellen, dass der Anteil der Gießener Studierenden mit hoher sozialer Herkunft von 2009 noch 29,8Prozent auf 10,5 Prozent im Jahr 2012 stark gesunken ist. Demgegenüber hat sich der Anteil der Studierenden mit einer mittleren sozialen Herkunft von 2009 auf 2012 fast verdoppelt (29,7 Prozent auf 50,6 Prozent).

Gesunken ist auch das Durchschnittsalter der vom Studentenwerk Gießen betreuten Studierenden. Lag dies 2009 noch bei 24,3 Jahren, sind die Studierenden nun im Schnitt 23,9 Jahre alt. Damit sind sie jünger als der deutsche (24,4 Jahre) und der hessische (24,7 Jahre) Durchschnittsstudierende.

Etwas höher hingegen ist der Prozentsatz der „Elternwohner“. Dieser liegt im Bereich des Studentenwerks Gießen bei 24,3 Prozent und im Bundesdurchschnitt bei 21,8 Prozent.

Kaum verändert hat sich seit der letzten Erhebung die finanzielle Situation der Studierenden. Im Durchschnitt verfügen die Studierenden aus dem Bereich des Studentenwerks Gießen über 777 Euro Einnahmen, wobei die männlichen Studierenden mit 761 Euro fast 30 Euro weniger Einnahmen verzeichnen als die Studentinnen mit 790 Euro. Erhöht haben sich hingegen die Ausgaben. Sie sind im Vergleich zu 2009 um 18 Euro auf 756 gestiegen, liegen damit jedoch immer noch deutlich unter dem deutschen Durchschnitt von 801 Euro. Die meisten Ausgaben werden für Miete und Ernährung getätigt. Finanziert werden übrigens rund 86,1 Prozent der Studierenden im Zuständigkeitsbereich des Studentenwerks Gießen von ihren Eltern.

Eigene Kinder haben im Bereich des Gießener Studentenwerks 3,7 Prozent der Studierenden. Damit liegen sie deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 5,0 Prozent. 2009 waren es noch 4,8 Prozent. Überdurchschnittlich hoch ist hingegen die Zahl derjenigen Studierenden, die monatliche Ausgaben für die Kinderbetreuung erbringen müssen. Sie liegt im Bereich des Studentenwerks Gießen bei 71 Prozent – ein, verglichen mit Hessen (53,8 Prozent) und Deutschland (58,7 Prozent), recht hoher Wert.

Die komplette Auswertung der 20. Sozialerhebung für den Bereich des Studentenwerks Gießen steht auf dieser Website im Bereich Das Studentenwerk/Sozialerhebungen.

Der Hauptbericht zur Befragung der deutschen Studierenden bzw. studierenden Bildungsinländer(innen) ist im Juni 2013 erschienen und steht auf der Webseite www.sozialerhebung.de zum Download zur Verfügung.

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