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20. Juli 2021

Studentenwerk begeht symbolischen Spatenstich für das neue Studierendenwohnheim „Westside“

351 neue Wohnheimplätze bis zum WS 2023/24 – mehr Lebensqualität durch Autofreiheit

Das Studentenwerk Gießen hat am Dienstag in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Angela Dorn und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir einen symbolischen Spatenstich für das neue Studierendenwohnheim „Westside“ in Gießen vorgenommen. Mit Unterstützung des Landes Hessen wird in den kommenden beiden Jahren auf dem ehemaligen Sportplatz zwischen Bernhard-Itzel-Straße und Carl-Franz-Straße ein Zuhause für 351 Studierende der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) entstehen. Das Besondere: Die hochwertige, moderne und gleichzeitig bezahlbare Wohnanlage wird autofrei sein und steht ganz unter dem Motto Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Kosten für die Baumaßnahmen liegen bei insgesamt 31 Millionen Euro, wovon 16,6 Millionen Euro durch die hessische Landesregierung gefördert werden.

Ralf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks Gießen, dankte Wissenschaftsministerin Angela Dorn und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir explizit für die Unterstützung bei diesem Bauvorhaben, das durch die Übertragung der Liegenschaft Bernhard-Itzel-Straße 5 im Erbbaurecht durch das Land Hessen sowie eine verbesserte Wohnheim-Förderung des Landes Hessen überhaupt erst möglich geworden war. Dem Ziel, 10 % der Studierenden in Gießen einen Wohnheimplatz anbieten zu können, werde man mit dem Neubau Westside wieder ein bisschen näher kommen. „Den ersten Tag nach unserem 100-jährigen Gründungsjubiläum kann man wohl kaum schöner begehen, als mit dem greifbaren Ziel vor Augen, mehr studentischen nachhaltigen Wohnraum zu schaffen“, so Stobbe erfreut.

„Studierende brauchen gerechte Chancen und gute Bedingungen, um ihr Potenzial entfalten zu können. Dann können sie ihren Beitrag dazu leisten, dass wir als Gesellschaft die großen Herausforderungen bewältigen, vor denen wir stehen“, erklärte Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Das Studierendenwohnheim Westside leistet dazu gleich in mehrfacher Hinsicht einen Beitrag: Es bietet erschwinglichen Wohnraum und einen Rahmen für Austausch und Diskurs – denn so manches interdisziplinäre Projekt zwischen Physikerin und Historiker beginnt nicht im Seminar, sondern auf der Wohnheim-Party. Und es gestaltet diesen Rahmen mit Blick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz, zwei der größten Aufgaben unserer Zeit.“

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir griff die Wohnraum-Förderung durch das Land Hessen auf und lobte in seinem Grußwort die bevorstehende Baumaßnahme: „Die Landesregierung stellt Rekordmittel bereit, damit mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht – gerade auch für Studierende, um den Wohnungsmarkt an den Hochschulstandorten zu entlasten. Das Vorhaben des Gießener Studentenwerks verbindet ökologische Nachhaltigkeit mit hoher Wohnqualität auf vorbildliche Weise.“

Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen, sprach in ihrem Grußwort über die Perspektiven, die durch das neue Studierendenwohnheim eröffnet werden: „Dieses neue Studierendenwohnheim kann als Ideengeber für unsere weitere Entwicklung und als Westside-Story Gießen dazu beitragen, dass viele Menschen erkennen, dass Nachhaltigkeit, soziale Sicherung und gute Lebensqualität keine rivalisierenden Gegensatzpaare sind, sondern untrennbar zusammengehören.“

Als Repräsentierende der Hochschulen sprachen Susanne Kraus, Kanzlerin der JLU und Verwaltungsratsvorsitzende des Studentenwerks, und Professor Dirk Metzger, Vizepräsident der THM, von einem positiven und wichtigen Beitrag des Studentenwerks in der Hochschulstadt. „Das Studentenwerk Gießen realisiert mit dem neuen Studierendenwohnheim ein autofreies, ökologisches und nachhaltiges Pilotprojekt und wird damit zur Attraktivität des Studienstandortes Gießen beitragen“, so Kraus.

Vollziehen den symbolischen Spatenstich für das neue autofreie Studierendenwohnheim Westside in Gießen (v.l.n.r.): Achim Meyer auf der Heyde (Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks), Prof. Dirk Metzger (Vizepräsident der THM), Dietlind Grabe-Bolz (Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen), Hessischer Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn, Geschäftsführer Ralf Stobbe (Studentenwerk Gießen), Susanne Kraus (Verwaltungsratsvorsitzende des Studentenwerks Gießen und Kanzlerin der JLU), Johannes Deinzer (Studentisches Mitglied im Verwaltungsrat des Studentenwerks Gießen) und Andreas Staubach von Staubach + Partner.
Vollziehen den symbolischen Spatenstich für das neue autofreie Studierendenwohnheim Westside in Gießen (v.l.n.r.): Achim Meyer auf der Heyde (Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks), Prof. Dirk Metzger (Vizepräsident der THM), Dietlind Grabe-Bolz (Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen), Hessischer Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn, Geschäftsführer Ralf Stobbe (Studentenwerk Gießen), Susanne Kraus (Verwaltungsratsvorsitzende des Studentenwerks Gießen und Kanzlerin der JLU), Johannes Deinzer (Studentisches Mitglied im Verwaltungsrat des Studentenwerks Gießen) und Andreas Staubach von Staubach + Partner.

Um das in einer Sackgasse und daher verkehrsarm gelegene Wohnheim reibungslos autofrei zu betreiben, werden 351 Innenfahrradstellplätze, zwei überdachte Fahrradreparaturstationen, eine Ladestation für E-Bikes, ein Parkplatz für Lastenräder und nur fünf PKW Stellplätze für Besuch und auf einen PKW angewiesene Studierende mit Handicap entstehen. Zudem ist eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel gegeben, eine Carsharing-Station befindet sich in unmittelbarer Nähe des Studierendenwohnheims. Wer hier einzieht, bekennt sich mit Unterzeichnung des Mietvertrags aktiv zur Autofreiheit am Standort.

Johannes Deinzer, Student der Justus-Liebig-Universität Gießen und Verwaltungsratsmitglied des Studentenwerks Gießen, betonte die gesteigerte Lebensqualität durch den Verzicht auf das Auto für die Studierenden. „Damit realisieren wir ein zukunftsweisendes Beispiel für modernen und klimafreundlichen Wohnraum.“ Die Mietpreise des neuen Wohnheims seien aber aufgrund der hohen Baukosten auch eher „an der oberen Grenze des für Studierende Machbaren angesiedelt“ , was deutlich mache, „dass es noch mehr Unterstützung für die Studenten- und Studierendenwerke braucht, wenn diese den dringend benötigten studentischen Wohnraum entwickeln und bezahlbar gestalten sollen.“

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, hob in seinem Grußwort hervor, warum der Wohnheim-Neubau wichtig und zukunftsgerichtet sei: „Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum für Studierende wird hoch bleiben, erst recht nach der Pandemie, vor allem seitens einkommensschwächerer Studierender oder all jener Studierenden, die wegen der Pandemie finanzielle Einbußen erleiden.“

Dank der kompakten Bauweise und der optimalen Nutzung der Vorgaben des Bebauungsplans, kann bei gleichzeitig minimal überbauter Fläche eine möglichst hohe Anzahl an Wohnheimplätzen geschaffen werden. Die kaum vorhandenen Parkplätze sorgen zusätzlich dafür, dass nur so wenig Fläche wie möglich versiegelt werden muss. Architekt Andreas Staubach von der Staubach + Partner PartGmbB aus Fulda sprach in diesem Zusammenhang von einem „ganzheitlichen Gestaltungsansatz vom Innen- und Außenraum“ und betonte die großzügige umgebende Gartenanlage, die sowohl zum Lernen als auch zum Erholen einlade. Mit einer ansprechenden Foyer-Zone als Herzstück der Wohnanlage würden das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner und der Gemeinschaftsgedanke der hier wohnenden Studierenden maßgeblich gefördert.

Studierende haben im Wohnheim Westside die Wahl zwischen Einzelapartments, Wohnheimplätzen in 4er-WGs und barrierefreien Zimmern, die alle vollmöbliert vermietet werden. Die Einzelapartments sind zwischen 18 und 31 Quadratmetern groß und verfügen über eine Kochnische und einen eigenen Sanitärbereich. Die WG-Zimmer sind zwischen 22 und 27 Quadratmetern groß und ebenfalls mit einem eigenen Sanitärbereich ausgestattet. Zum Kochen steht eine Gemeinschaftsküche zur Verfügung. Die Warmmiete inklusive Internet-Anschluss wird je nach Apartment- und WG-Zimmergröße zwischen 336 und 342 Euro betragen, der voraussichtliche Bezug des Studierendenwohnheims ist für das Wintersemester 2023/24 vorgesehen.

Presse-Material zum Download:

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