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16. März 2021

Bauvorhaben „Westside - autofreies Studentenwohnheim“

Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei geplantem Neubau in Gießen an vorderste Stelle

(SW) Hochwertiger und gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum, modern und stark auf Zukunft bedacht: Mit dem Bauvorhaben „Westside – autofreies Studentenwohnheim“ setzt das Studentenwerk Gießen bei seinem geplanten Neubau in Gießen die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz an vorderste Stelle.

Gelegen auf der Fläche des ehemaligen Sportplatzes zwischen Bernhard-Itzel-Straße und Carl-Franz-Straße in Gießen, wird das neue Studentenwohnheim 351 Wohnheimplätze bieten, aufgeteilt in Einzelapartments und 4er-WGs, insgesamt elf Plätze sind barrierefrei. Das Gebäude ist von der Planung grundsätzlich barrierefrei in seiner Erschließung. Der Spatenstich ist für Juli 2021, der voraussichtliche Bezug für das Wintersemester 2023/24 vorgesehen. Das Gebäude sowie die Dachterrasse öffnen sich in Richtung Westen – daher auch die Namensgebung. Eine vorgehängte Fassade, Flachdach mit Dachbegrünung und fast bodentiefe Fenster charakterisieren das viergeschossige Gebäude.

„Das Bauvorhaben ‚Westside – autofreies Studentenwohnheim‘ wird einen Beitrag dazu leisten, Auswege aus der angespannten Klima- und Verkehrssituation zu finden“, ist sich Geschäftsführer Ralf Stobbe sicher. „Ein soziales und integratives Wohnen im Quartier ohne zusätzlichen Autolärm und Verkehr sowie ohne zusätzliche Abgase steigert die Lebensqualität. Das Studentenwerk Gießen möchte mit dem neuen Studentenwohnheim ein autofreies, ökologisches und nachhaltiges Pilotprojekt realisieren, das die Denk- und Lebensart vieler Studierender und der ökologisch motivierten Gesellschaft aufgreift.“

Laut einer aktuellen Mobilitätsumfrage der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) unter Studierenden nutzt lediglich ein Fünftel das Auto. Indes nutzen 40 Prozent den ÖPNV und 25 Prozent das Rad, mehr als zehn Prozent gehen bevorzugt zu Fuß.

Entwickelt wurde das Projekt in enger Absprache und im Einvernehmen mit der Stadt Gießen und dem Bauamt. „Besonderer Dank gilt an dieser Stelle Stadträtin Gerda Weigel-Greilich“, betont Stobbe und fügt an: „Die Realisierung dieses auf Nachhaltigkeit bedachten Projektes zahlt auf die Klimaziele der Stadt Gießen ein und könnte eine Vorreiterrolle für eine neue Mobilität und eine zeitgemäße Verkehrspolitik einnehmen!“ Stadträtin Gerda Weigel-Greilich bekräftigt zum bevorstehenden Beginn der Baumaßnahme ihre Unterstützung: „Ich freue mich sehr darüber, dass das Studentenwerk ein solch zukunftsweisendes Projekt umsetzt und damit auch noch einen großen Beitrag dazu leistet, preiswerten Wohnraum für Studierende zu schaffen.“

Zur Gewährleistung der Autofreiheit am Standort ist geplant, dass mit künftigen Mieterinnen und Mietern eine Art „Autoverzichtserklärung“ abgeschlossen wird, die als Bestandteil des Mietvertrages gilt. Durch den Verzicht auf einen PKW rücken andere Transportmittel in den Vordergrund. Den Bewohnerinnen und Bewohnern werden insgesamt 350 überdachte Fahrradstellplätze (inkl. Fahrradreparatur-Station) zur Verfügung stehen, zudem werden optimale Voraussetzungen für die Installation eines Fahrradverleihs sowie eines Car-Sharing-Modells mit E-Autos, die die Studierenden für kürzere Strecken nutzen können, geschaffen. Die insgesamt fünf PKW-Stellplätze am neuen Wohnheim sind für Bewohnerinnen und Bewohner mit Behinderung sowie für kurzzeitiges Parken bei Anlieferungen oder durch den Hausmeisterservice reserviert. Durch den Verzicht auf Stellplätze konnten Kosten gespart und gleichzeitig mehr Wohnheimplätze geschaffen werden: 351 statt ursprünglich 305.

Das Grundstück wurde dem Studentenwerk Gießen vom Land Hessen für die Dauer von 99 Jahren im Erbbaurecht überlassen. Nach aktuellen Kostenschätzungen der beauftragten Architekten liegt die Investitionssumme bei 31 Mio. Euro. Unterstützt wird die Baumaßnahme durch Fördermittel aus dem Wohnungsbauprogramm 2020 der hessischen Landesregierung zur „Förderung des Neubaus von Mietwohnraum für studentisches Wohnen“ in Höhe von 16,6 Mio. Euro (in Form eines Darlehens und eines Finanzierungszuschusses). Generalplaner des Projekts ist die Staubach + Partner PartGmbB aus Fulda.

Aktuell bietet das Studentenwerk Gießen 55.000 Studierenden an den Standorten Gießen, Friedberg und Fulda insgesamt 3.468 Wohnheimplätze in 17 Studentenwohnheimen an. „Unser Ziel ist, eine Quote von zehn Prozent gemessen an den Studierendenzahlen zu erreichen - das bedeutet, dass wir in den kommenden Jahren unsere Kapazitäten durch neue Bauvorhaben deutlich erweitern wollen“, betont Stobbe.

Und so gibt das Studentenwerk Gießen neben dem Projekt „Westside – autofreies Studentenwohnheim“ in 2021 noch den Startschuss für einen weiteren Neubau in Gießen: In der Friedrichstraße entsteht ein viergeschossiges Studentenwohnheim mit 23 Plätzen. Wohnen werden die Studierenden auch hier in Einzelapartments und in 4er-und 5er-WGs. Der Beginn dieses Bauvorhabens ist für Mai 2021, der voraussichtliche Bezug für Herbst 2022 geplant.

Weitere Informationen zum Thema „Wohnen“ finden Sie hier:

Wohnen
(C) Staubach + Partner PartGmbB Fulda<br>
So wird das neue autofreie Studentenwohnheim „Westside“ in Gießen aussehen: Eine vorgehängte Fassade, Flachdach mit Dachbegrünung und fast bodentiefe Fenster charakterisieren das viergeschossige Gebäude. © Staubach + Partner PartGmbB Fulda
Presse-Material zum Download:

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