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22. Januar 2020

Aktionsplan Inklusion der hessischen Studenten- und Studierendenwerke vorgestellt

Menschen mit Behinderungen sollen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung und lebenslangem Lernen haben. Darauf verpflichtet die UN-Behindertenrechtskonvention bereits seit 2008 die Vertragsstaaten. Die hessischen Studenten- und Studierendenwerke haben sich deshalb auf den Weg gemacht und als erste Länderarbeitsgemeinschaft einen „Aktionsplan Inklusion“ erarbeitet, um die UN-Behindertenrechtskonvention in konkretes Handeln umzuwandeln.

An den Hochschulen und damit auch im Wirkungsfeld der Studenten- und Studierendenwerke besteht nach wie vor Handlungsbedarf: So haben ca. 11% der rund 2,8 Mio. Studierenden in Deutschland eine studienerschwerende Beeinträchtigung. Dr. Uwe Grebe, Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg und Sprecher der hessischen Studenten- und Studierendenwerke sagt: „Die erfolgreiche Realisierung des Studiums für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit ist nach wie vor mit der Be-wältigung von großen organisatorischen, zeitlichen und materiellen Herausforderungen verbunden.“

Der Aktionsplan sieht deshalb insgesamt zehn Handlungsfelder vor, denen konkrete Ziele zugeordnet werden. So gehört unter anderem zu den erklärten Zielen, an der Bewusstseinsbildung für die Belange von Studierenden mit Behinderung mitzuwirken und alle Beschäftigen der Studentenwerke für das Thema Inklusion zu sensibilisieren. Auch der Ausbau einer barrierefreien Infrastruktur und von barriere-freiem Wohnraum, das Angebot einer barrierefreien Kommunikation und barrierefreier Beratungsangebote sowie die Berücksichtigung von besonderen Ernährungsbedürfnissen im Speisenangebot werden hier ausdrücklich festgelegt. Wichtig außerdem: Ein Mitwirken beim Nachteilsausgleich zur Studienfinanzierung, denn die Finanzierung eines Studiums stellt in vielen Fällen eine der größten Herausforderungen für Studierende dar. Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten haben neben den üblichen Fragen zur Studienfinanzierung sehr häufig noch zusätzliche Finanzierungsfragen zu klären.

„Inklusion ist eine Haltung, die im vorliegenden Aktionsplan zu spüren ist. Die geplanten Ziele und der Weg dorthin sind ein Prozess, dessen Fortschreiten durch den vorliegenden Plan sicherge-stellt wird.“, so kommentiert die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn den Aktionsplan der Studentenwerke. Und weiter sagt Dorn: „Ich beglückwünsche die hessischen Studenten- und Studierendenwerke zu der erfolgreichen Formulierung des Aktionsplanes und wünsche ihnen Kraft und Ausdauer auf dem Weg zur Umsetzung.“

Die Ausführungen und Ergebnisse finden Sie jeweils aktuell auf den Internetseiten:
www.studentenwerke-hessen.de/Inklusion
www.studierendenwerkdarmstadt.de/Inklusion
www.studentenwerkfrankfurt.de/Inklusion
www.studentenwerk-giessen.de/Inklusion
www.studierendenwerk-kassel.de/Inklusion

Zu sehen sind die Vertreterinnen und Vertreter der Studenten- und Studierendenwerke, die den Aktionspan Inklusion in Marburg vorgestellt haben.
Stellten den Aktionsplan der hessischen Studenten- und Studierendenwerke in Marburg vor (v.l.n.r.): Ralf Stobbe, Geschäftsführer Studentenwerk Gießen, Christina Walz, Geschäftsführerin Studierendenwerk Kassel, Sylvia Kobus, Leiterin PR & IT MainSWerk Studentenwerk Frankfurt am Main, Ulrike Laux, Geschäftsführerin Studierendenwerk Darmstadt, Dr. Uwe Grebe, Geschäftsführer Studentenwerk Marburg.
Presse-Material zum Download:

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